Ironie des Schicksals

Hätte ich es nicht besser wissen können? Ich mein, nach alldem was passiert ist, hab ich doch tatsächlich geglaubt, dass ich endlich mal in Ruhe hätte weiterleben können. Aber das Schicksals meinte es ja mal wieder anders mit mir. Zu dumm.. Anfang Januar bekam mein Opa die Diagnose eines Prostata Tumors. Freitag verstarb er, morgen ist die Beerdigung. Wie hätte ich auch denken können, dass mir die Welt einmal wohlgesonnen ist? Naja. Wenigstens hab ich meinen Freund noch. Wenigstens hab ich die Band noch, meine beste Freundin, meine Familie. Anfangs dachte ich "Okay, ich schaff das. Der Nervenzusammenbruch ist nur ein Zeichen dafür, dass ich mehr auf mich achten muss, mein Leben mal mehr in den Griff bekommen muss." Und das hab ich von dem Zeitpunkt an getan. Ich hab mehr geplant, hab meine Ernährung umgestellt, angefangen mehr Sport zu treiben. Ich hab mich gesünder gefühlt, hab mich wohler gefühlt. Ich war aus dem Loch raus. Doch durch den Tod meines mir am wichtigsten Familienmitglieder, bin ich zurück, da wo ich am Anfang stand. Ich weiß nichts mit mir anzufangen. Ich fühl mich allein, obwohl das nicht stimmt, ich weiß. Hört es denn je auf? Ich freu mich auf meine Volljährigkeit und mein Abitur. Endlich raus aus diesem Loch von Dorf. 375 Einwohner und mehr Kühe. Die meisten Einwohner davon Rentner. Welcher Teenager würde sich hier schon wohl fühlen? Ich will hier einfach nur raus. Nach Köln, oder Hamburg, dort möchte mein Freund gerne hin. Beides verlockend. Klar, meine Familie ist hier, aber.. die Welt hier fühlt sich so erdrückend an, das halt ich nicht einen Tag länger als nötig aus. Nun ja, wie sollte es auch anders sein, für jemanden wie mich? Bis zum nächsten Mal, ihr Lieben.

23.2.15 21:35

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